Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zeitlofs: Ein Jahr voller Einsätze und Engagement
Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Ehrenmitglieder folgte der Jahresbericht des 1. Kommandanten Matthias Hauke. Zum Jahresbeginn 2025 zählte die Feuerwehr 51 aktive Mitglieder, darunter 12 Frauen und 2 Jugendliche. Im vergangenen Jahr bewältigten die Einsatzkräfte 103 Einsätze, absolvierten zahlreiche Fortbildungen und leisteten insgesamt 1.555 Stunden für Einsätze, Übungen und Gerätepflege. Besondere Anschaffungen waren ein neuer Defibrillator für die First Responder Gruppe, Kleingeräte zur Vegetationsbrandbekämpfung sowie weitere Ausstattung für die Drohnengruppe des Marktes Zeitlofs. Er informierte zudem über die neu aufgestellte Kreisfeuerwehrinspektion um den neugewählten Kreisbrandrat Markus Ullrich. Im Anschluss an den Bericht über die vielen Termine in 2024 konnte als neues aktives Mitglied Michael Zeier per Handschlag in die Feuerwehr aufgenommen werden.
Stellvertretender Kommandant Torsten Hereth berichtete über die aktive Gruppe der Feuerwehr, die in 2024 insgesamt 46 Übungen absolvierte. Im Sommer fanden MTA- und Funklehrgänge statt, im Oktober legten zwei Gruppen erfolgreich das Leistungsabzeichen im Löscheinsatz ab – erneut mit der Teilnahme der befreundeten hessischen Wehr aus Wolfhagen-Bründersen. Für 2025 sind weitere Schulungen geplant sowie die Abnahme des Leistungsabzeichen „Technischer Hilfeleistung“. Auch soll es wieder ein Übungswochenende in Wolfhagen geben.
Die First Responder-Einheit absolvierte 78 Einsätze mit 178 Einsatzstunden – ein Rekordjahr seit ihrer Gründung in 2005. In der Atemschutzabteilung gab es zwei Brandeinsätze und mehrere Belastungsübungen. Allerdings macht sich der Rückgang der Atemschutzträger bemerkbar, weshalb Atemschutzwart Markus Ullrich dafür warb, neue Mitglieder zur Ausbildung zu gewinnen. Die Jugendfeuerwehr des Marktes Zeitlofs verzeichnet aktuell 18 Mitglieder laut dem Bericht des Gemeindejugendwarts Thomas Brand, während die Kinderfeuerwehr mit 30 Kindern weiterwuchs. Allerdings macht der Mangel an Betreuern den Verantwortlichen Sorgen, weshalb nochmal besonders für Unterstützung bei den Anwesenden geworben wurde.
Der 1. Vorsitzende Markus Ullrich berichtete über die Entwicklung des Feuerwehrvereins, der nun 143 Mitglieder zählt. Besondere Veranstaltungen waren das Sommerfest der Kreisbrandinspektion, der Gemeindefeuerwehrtag im steinernen Wirtshaus in Weißenbach, verschiedene Festbesuche und ein Vereinsausflug nach Thüngen. Die Rentnergruppe zeigte sich mit Ausflügen und tatkräftiger Unterstützung bei Veranstaltungen sehr aktiv. Wichtigste Projekte für 2025 sind die Planung und Durchführung des 15. Sinntaler Faschingsumzugs, der zusammen mit dem Sportverein über die Dorfgemeinschaft Zeitlofs GbR abgewickelt wird. Auch die Sanierung der Küche mit Einbau einer neuen Küchenzeile sowie ein mögliches Johannesfeuer stehen auf der to-do-Liste. Ullrich kündigte zudem seinen Rückzug als Vorsitzender bis spätestens nächstes Jahr an.
Kassenwart Hans Kaiser legte einen positiven Kassenbericht vor und hob besonders die hohe Spendenbereitschaft hervor. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Führung und entlasteten den Kassier und die gesamte Vorstandschaft einstimmig.
Besondere Ehrungen gab es für langjährige Mitglieder: Karl-Otto Richter wurde für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit ausgezeichnet, Karl Beck, Karl-Heinz Schmitt und Richard Ullrich für 50 Jahre. Zudem wurde Luca Möller zum Löschmeister ernannt.
Bürgermeister Matthias Hauke betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Stützpunkwehr und lobte den guten Ausbildungsstand. Er berichtete über den Zwischenstand zur Feuerwehrbedarfsplanung und hob nochmal hervor, dass vor allem die geringe Anzahl an Atemschutzgeräteträgern und Führungskräften ein Problem im Markt Zeitlofs darstelle. Technisch stünde man gut dar, wohlwissend der dringlich anstehenden Ersatzbeschaffungen der Tragkraftspritzenfahrzeuge. Er hob nochmal besonders hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit der gemeindlichen Wehren in Zukunft wird und dass man sich davon verabschieden müsse, in jedem Ort die gleiche Ausstattung vorzuhalten, da das nicht mehr zu finanzieren sei.
Kreisbrandmeister Andreas Kreß lobte den hohen Ausbildungsstand, mahnte jedoch den Mitgliederschwund an und rief zu verstärkten Mitgliederwerbung auf. Er informierte über
geplante Schulungen, darunter die MTA-Module A, B und C, und freut sich über die
bereits zahlreichen Anmeldungen. Zudem kündigte er für 2025 den Übungstag in
Schondra sowie einen Vollzeit-Maschinisten Lehrgang in Bad Brückenau an.
Bevor alle Mitglieder zur gemeinsamen Brotzeit geladen wurden, musste Joachim Weichert offiziell aus dem aktiven Dienst verabschiedet werden, da er bereits im Dezember die gesetzliche Altersgrenze erreicht hatte.